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Sicherheit in der beruflichen Vorsorge: Darauf sollten Sie achten

Sicherheit in der beruflichen Vorsorge: Darauf sollten Sie achten

14.05.2018 |

Verantwortungsvolle Unternehmen bieten Ihren Angestellten eine sichere Zukunft – die berufliche Vorsorge ist dabei entscheidend. Wie lässt sich prüfen, ob die eigene Pensionskasse sicher ist? Michel Herzig, Geschäftsführer der pensionskasse pro, über Sicherheit und Trugschluss in der beruflichen Vorsorge.

Woran erkenne ich, ob eine Pensionskasse sicher ist?


«Eine langfristig erfolgreiche Altersvorsorge hängt von vielen Faktoren ab. Die grösste Herausforderung ist, sich nicht auf einzelne Zahlen der Vorsorgeeinrichtung zu verlassen, sondern sich ein Gesamtbild zu verschaffen und im Speziellen die Zukunftsperspektive zu würdigen. Wer lediglich aufgrund von Deckungsgrad und Verzinsung der letzten Jahre entscheidet, übersieht womöglich wichtige Indikatoren.
Es gibt Beispiele von Kassen mit einem Deckungsgrad von 112% oder einer Mehrverzinsung der Altersguthaben, jedoch einem ausserordentlich hohen technischen Zinssatz von 3.5%. Betrachtet man nur den Deckungsgrad oder die Verzinsung, stehen diese Kassen gut da. Bei einer Senkung des technischen Zinssatzes auf sinnvolle 2.00% oder 1.75%, resultierte für diese Kassen womöglich sogar eine Unterdeckung. Ein hoher Deckungsgrad und eine hohe Verzinsung des Altersguthabens sind also kein Garant für grössere Sicherheit. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Altersstruktur, Rendite-Risiko-Verhältnis, Umwandlungssatz und technischem Zinssatz.
Wenn Sie das grosse Bild möchten, dann achten Sie darauf, dass Ihre Pensionskasse einen tiefen technischen Zinssatz, einen tiefen Umwandlungssatz und eine sichere Anlagestrategie bietet. Das führt dann unter Umständen zu einem tieferen Deckungsgrad, vielleicht auch zu einer geringeren Verzinsung – zu Gunsten der Sicherheit.»

Worauf sollte ich als Arbeitnehmer achten, wenn ich eine möglichst positive Entwicklung meiner Pensionskassengelder anstrebe?


«Als Arbeitnehmer ist es wichtig, dass die Umverteilung in der eigenen Pensionskasse möglichst gering ist. Also die Aktiven einen ähnlichen Zins wie die Rentner erhalten und die Pensionskasse ein positives Verhältnis zwischen Aktiven und Rentnern aufweist: Je mehr Aktive, desto besser. Zudem ist ein tiefer Umwandlungssatz zu bevorzugen. Das klingt vielleicht im ersten Moment paradox: Ein hoher Umwandlungssatz garantiert zum Zeitpunkt der Pensionierung eine hohe Rente – aber ein 30-Jähriger verbleiben noch rund 35 Jahre im Arbeitsleben. Und während dieser Zeit führt ein hoher Umwandlungssatz dazu, dass die Vermögenserträge, die mit dem eigenen Geld erwirtschaftet werden, zu den angehenden Rentnern abwandern. Wussten Sie, dass je nach Höhe des Umwandlungssatzes viele Pensionskassen 20% des bei Pensionierung nötigen Kapitals, den angehenden Rentnern aus den Vermögenserträgen einschiessen müssen? Damit machen Sie den Rentnern ein schönes Abschiedsgeschenk, denn das sind riesige Summen: Wir sprechen hier von 5 – 6-stelligen Werten, die den künftigen Rentnern bei der Berentung «geschenkt» werden. Darum rate ich: Je jünger Sie sind, desto tiefer sollte der Umwandlungssatz sein.»

Worauf sollte ich als Arbeitgeber achten?


«Für den Arbeitgeber gilt dasselbe wie für den Arbeitnehmer. Zusätzlich kann man auf einen tiefen technischen Zinssatz achten. Denn das heisst, dass die vorhandenen Rentnerkapitalien schon sehr gut dotiert sind und die Wahrscheinlichkeit von Zusatzbeiträgen kleiner ist. Zudem hat ein Arbeitgeber bestimmt ein Interesse daran, dass die zeitraubende Administration sehr effektiv und einfach ist.»

Die pensionskasse pro gilt als ausgesprochen sicher. Was macht sie besser als andere?


«Die pensionskasse pro wagt Unpopuläres: Hoher Deckungsgrad und hohe Verzinsung stehen für sie nicht im Vordergrund, obwohl diese Kennzahlen eine Kasse auf den ersten Blick gut dastehen lassen. Die unabhängige BVG-Sammelstiftung aus der Innerschweiz fokussiert sich auf eine sichere Zukunft, denn eine langfristige Betrachtung ist ihnen zentral, besonders in politisch unsicheren Zeiten wie wir sie aktuell erleben. Die pensionskasse pro geht entsprechend weiter den Weg, der in der Politik noch diskutiert wird. Wenn die Umsetzung dann kommt, ist sie schon einen Schritt weiter und damit in einer guten Position.
Ihre Strategie basiert dabei seit vielen Jahren auf drei Hauptpfeiler:

(1) Finanzielle Sicherheit, dank einen gutem Rendite-Risiko-Profil und einer sicheren Anlagestrategie,
(2) die Bildung von Wertschwankungsreserven  bevor eine Mehrverzinsung gewährt wird sowie
(3) eine strukturelle Sicherheit: Die pensionskasse pro hat in den letzten Jahren in die Zukunft investiert, indem sie den technischen Zinssatz gesenkt und das Verhältnis zwischen Aktiven und Rentnern massiv verbessert hat. Mit diesen Schritten ist sie bestens gerüstet für die Zukunft. Und das branchenübliche Problem der Überalterung trifft die pensionskasse pro kaum.»
Haben Sie weitere Fragen zu Ihrer beruflichen Vorsorge? Unsere Vorsorgespezialisten beraten Sie gerne.


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