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2. Säule und Pensionskasse einfach erklärt

2. Säule und Pensionskasse einfach erklärt

14.05.2018 |

Wie funktioniert die 2. Säule? Hier erfahren Sie alles, was Sie zu Pensionskasse, BVG und Ihrer beruflichen Vorsorge wissen müssen. Einfach und verständlich. 


Das Alter ist für die meisten noch weit weg – selbst wenn die Pensionierung nicht mehr weit ist. Spätestens zu diesem Zeitpunkt lohnt es sich jedoch, einen guten Überblick über die Schweizer Altersvorsorge zu haben. Am besten natürlich, Sie fangen so früh wie möglich an, sich Gedanken darüber zu machen.

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Die Altersvorsorge in der Schweiz besteht aus drei Säulen. Das Ziel: Eine finanziell sorgenfreie Zeit nach der Pensionierung.
Einen grossen Gestaltungsspielraum haben Sie in der 2. Säule mit der Pensionskasse.

Wie funktioniert die 2. Säule?

Vorsorge mit einer Pensionskasse in der 2. Säule ist obligatorisch für alle Angestellten, die schon in der 1. Säule versichert sind und jährlich mindestens 21'150 Franken verdienen. Das heisst, Sie sind die versicherte Person und haben ein persönliches Konto bei einer Pensionskasse. Sie und Ihr Arbeitgeber bezahlen monatlich einen Beitrag auf dieses Konto. Wie hoch dieser Beitrag ist, hängt von Ihrem Lohn, Ihrem Alter und Ihrem Vorsorgeplan ab. Bei welcher Pensionskasse Sie versichert sind, bestimmt Ihr Arbeitgeber.

Was passiert nach der Pensionierung?

Bei Ihrer Pensionierung haben Sie die Wahl: Sie können Ihr Pensionskassenguthaben auf einmal beziehen oder Sie entscheiden sich für eine lebenslängliche, monatliche Rente. Der Umwandlungssatz im BVG-Obligatorium liegt aktuell bei 6.8%. Wenn Sie also 100'000 Franken gespart haben, denn erhalten Sie 100'000 * 6.8% Umwandlungssatz = 6’800 Franken Rente pro Jahr. Ihre Pensionskasse kann im Reglement einen anderen Umwandlungssatz vorsehen. In diesem Fall werden bei der Pensionierung beide Renten (reglementarische Rente und gesetzliche Minimalrente) berechnet und die höhere der beiden Renten ausgerichtet.

Was passiert bei Tod oder Invalidität?

Sollten Sie vor Ihrer Pensionierung sterben, so erhalten die Hinterbliebenen einen Teil Ihres Guthabens. Dies als Witwen- und Waisenrente oder als einmalige Auszahlung. Sollten Sie vor Ihrer Pensionierung arbeitsunfähig werden, so erhalten Sie eine Invalidenrente oder eine einmalige Auszahlung.

Was passiert bei einem Stellenwechsel?

Wechseln Sie Ihre Arbeitsstelle, so müssen Sie bei Ihrer Pensionskasse die neue Pensionskasse melden. Ihr Pensionskassenguthaben wird dann von der Pensionskasse Ihres ehemaligen Arbeitgebers zu derjenigen Ihres neuen Arbeitgebers verschoben. Ihr gesamtes Guthaben ist also stets bei einer einzigen Pensionskasse versichert. Falls Sie keinen Arbeitgeber mehr haben, so müssen Sie Ihr Pensionskassenguthaben auf einem speziellen Konto deponieren – dem Freizügigkeitskonto.

Kann ich mein Geld schon vor der Pensionierung beziehen?

Wenn Sie Wohneigentum kaufen, das Sie selber bewohnen, können Sie dafür einen Teil Ihrer Pensionskassengelder vorbeziehen. Verkaufen Sie Ihre Liegenschaft weiter, müssen Sie es zurückzahlen. Nur, wenn Sie definitiv ins Ausland auswandern oder sich Selbständig machen, dürfen Sie sich Ihr gesamtes Guthaben auszahlen lassen.

Wie genau funktioniert die Versicherung bei der Pensionskasse?


Gesetzliches Minimum:
Die Pensionskasse versichert Ihren Jahreslohn zwischen 21’150 und 84'600 Franken – das sind die Grenzen des BVG-Obligatoriums. Innerhalb dieser Grenzen bieten Ihnen alle Pensionskassen identische, gesetzlich definierte Konditionen: Aktuell mindestens 1% Jahreszins und einen Umwandlungssatz von 6.8%.

Leistungen Ihrer Pensionskasse:
Ihre Pensionskasse kann einen weiteren Lohnbereich (0 – 846'000 Franken) versichern und muss keinen Koordinationsabzug (24'675 Franken) vom Lohn abziehen. Sie kann die Verzinsung und den Umwandlungssatz selber festlegen. Wie diese Konditionen aussehen, ist abhängig von der Pensionskasse und dem Versicherungsplan, den Sie mit Ihrem Arbeitgeber aushandeln.

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Kann ich mein Pensionskassenguthaben selber erhöhen?

Unter Umständen kann es Sinn machen, dass Sie mehr Geld in Ihre Pensionskasse einzahlen, als im Arbeitsvertrag vorgesehen ist. Zum Beispiel, wenn Sie längere Zeit ohne festes Einkommen waren oder Ihre Steuern optimieren möchten: Mit einem so genannten Einkauf erhöhen Sie Ihr Altersguthaben. Zudem können Sie dieses Geld vollständig von den Steuern abziehen, so wie bei der Säule 3a.
Sie weitere Fragen zu Ihrer beruflichen Vorsorge? Unsere Vorsorgespezialisten beraten Sie gerne.


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